Am 20 Juni trafen sich 12 Familien mit insgesamt 20 Erwachsenen und 19 Kindern und Jugendlichen zum gemeinsamen Ausflug zur Grube Fortuna in Solms. Schon beim Check-in war die Vorfreude spürbar – die Sonne strahlte kräftig, doch auf der schattigen Wiese neben dem Spielplatz ließ es sich wunderbar picknicken.

Der Eingang zur Grube Fortuna
Am historischen Eingang der Grube Fortuna begann unser Ausflug in die Welt des Bergbaus. Der traditionelle Gruß „Gott segne den Bergbau!“ empfing die Familien und stimmte auf einen Tag voller gemeinsamer Entdeckungen ein.
Während die Erwachsenen entspannt plauderten, fanden die Kinder schnell zueinander: Die Jüngeren tobten auf dem Spielplatz und erkundeten neugierig das Gelände, die Jugendlichen spielten Werwolf und Mafia. Viele kannten sich bereits vom Teenager-GK und begegneten sich nun zum ersten Mal „in echt“. Schon nach wenigen Minuten knüpften sie ganz selbstverständlich an ihre Online-Gemeinschaft an, saßen zusammen, lachten und spielten Werwolf und Mafia.
Am Nachmittag ging es in drei zeitlich versetzten Führungen hinab in den Bergwerkstollen – ganze 150 Meter tief brachte uns der Förderkorb. Die Temperatur dort unten: angenehme 13 Grad, eine willkommene Abkühlung nach der Sommerhitze. Die Kinder lauschten aufmerksam den Erklärungen und stellten viele Fragen über die Arbeit der Bergleute, die schweren Maschinen und die Geschichte des Eisenerzabbaus.
Grubenbahn
Mit der kleinen Grubenbahn ging es tief hinein ins Bergwerk – 150 Meter unter der Erde, direkt zum Fördergebiet. Die ruckelige Fahrt durch den schmalen Stollen war ein besonderes Erlebnis für Groß und Klein und machte die Führung noch aufregender.

Ein Highlight war auch der anschließende Besuch beim Maschinisten, der etwas abseits oben über Tage den Förderkorb bedient. Mit seinen 74 Jahren erzählte er lebhaft von seiner jahrzehntelangen Arbeit in der Grube und beantwortete geduldig die vielen Fragen der jungen Besucher*innen. Seine Begeisterung für den Bergbau war ansteckend und beeindruckte die Kinder und Jugendlichen sehr.

Das Bergwerk
Die Übersichtskarte zeigt eindrucksvoll, wie weit verzweigt die Stollen und Schächte der Grube Fortuna sind. Sie machte vielen Kindern – und ebenso den Erwachsenen – erst bewusst, welche Dimensionen sich unter ihren Füßen verbergen.
Vor und nach den Führungen blieb Zeit, das Zechenhaus und das Bergbaumuseum zu erkunden, Fotos zu machen und sich weiter kennenzulernen. Besonders schön war zu beobachten, wie harmonisch die Kinder und Jugendlichen miteinander auskamen und gemeinsam Spaß hatten – etwas, das im Alltag oft gar nicht so selbstverständlich gelingt. Eltern, die zum ersten Mal dabei waren, zeigten sich überrascht, während die anderen sich darüber freuten, dieses vertraute Miteinander erneut zu erleben.
So endete der Ausflug erfüllt von neuen Eindrücken, spannenden Geschichten und dem Gefühl, gemeinsam etwas Besonderes erlebt zu haben – über und unter Tage.
