Was bedeutet es eigentlich, hochbegabt zu sein?
Ganz allgemein lässt sich sagen, dass Hochbegabte:
– in etwa 2% der Menschheit ausmachen
– über eine schnelle Auffassungsgabe verfügen
– eine hohe Abstraktionsfähigkeit besitzen
– komplexe Zusammenhänge zügig erfassen
– einen überdurchschnittlich hohen IQ haben
– nicht immer an außergewöhnlichen Leistungen oder guten Noten zu erkennen sind
– deren Potential unentdeckt, ungefördert oder sogar unterdrückt wird, im Laufe der Jahre psychische Probleme wie Depressionen, Angstzustände und Panikattacken bis hin zu Suizidgedanken entwickeln können.
– die früh von ihrer Begabung erfahren, zu kreativen, lösungsorientierten und glücklichen Menschen werden, die ihr Potential voll ausschöpfen können und für die Gesellschaft einzusetzen wissen.
Sie sind nicht sicher, ob ihr Kind hochbegabt sein könnte?
Letztendlich kann das nur ein Test bei einer Psychologin oder einem Psychologen zweifelsfrei feststellen, aber erste Hinweise zu einer möglichen Hochbegabung könnten Ihnen die nachstehenden Situationen mit ihrem Kind geben.
Es kann auch sein, dass nur einige oder keiner dieser Punkte auf ihr Kind zutrifft. DAS hochbegabte Kind gibt es nicht, sie sind so individuell wie andere Kinder auch. Wenn Sie sich aber die Frage stellen „Könnte mein Kind hochbegabt sein?“, kommen Sie einfach zu einem unserer Gesprächskreise und tauschen sich mit den anderen Eltern aus.
• Das Kind hat sehr früh ein starkes Interesse an seiner Umgebung.
• Es fängt früh an zu sprechen, „überspringt“ die Baby-Sprache, bildet sehr schnell ganze Sätze und verfügt über einen großen Wortschatz.
• Es zeigt früh ein starkes Interesse an Symbolen, wie Automarken, Firmen-Logos und dann auch an Buchstaben und Zahlen.
• Es löchert Erwachsene mit aufeinander aufbauenden Fragen – auch zu nicht vermeintlich „altersgerechten“ Themen.
• Es erfasst komplexe Zusammenhänge und überträgt diese auf andere Fragestellungen.
• Es hat Spaß am Lernen von unterschiedlichsten Themen.
• Es hat nur ein geringes Schlafbedürfnis.
• Es zeigt einen starken Gerechtigkeitssinn und hinterfragt Entscheidungen von „Autoritäten“ und folgt diesen manchmal mehr als 100-prozentig.
• Es verblüfft Erwachsene häufig mit Fragen nach Ursprung und Sinn des Lebens.
• Es bringt sich selber Lesen und Rechnen bei, ohne sagen zu können, wie es das geschafft hat.
• Es fällt durch eine starke Phantasie auf und zeigt Initiative und Originalität bei intellektuellen Herausforderungen.
• Es verblüfft durch ein gutes Gedächtnis.
• Es ist ausgesprochen sensibel für zwischenmenschliche Beziehungen.
• Es unterhält sich und spielt lieber mit älteren Kindern oder Erwachsenen als mit Gleichaltrigen.
Es kann zu schwierigen Entwicklungen kommen, in der Familie, aber auch im Umfeld, in der Kita oder in der Schule, bis durch einen standardisierten IQ-Test eine Hochbegabung festgestellt werden kann.
Die Kinder verhalten sich auffällig, sind „aufmüpfig“ und unruhig, spielen den Klassenclown und lassen sich nichts sagen. Sie finden schlecht zur Ruhe und schlafen wenig. Andere ziehen sich zurück, gehen ungern raus und haben keine oder nur wenige Freunde. Wieder andere verschlingen ein Buch nach dem anderen, so dass ständig der Nachschub ausgeht. Viele verlangen nach ständig neuem „Input“, sei es auf naturwissenschaftlicher, sprachlicher oder kreativer Ebene. Das Kind bekommt einfach nie genug!
So oder so ähnlich kann der Alltag mit einem hochbegabten Kind aussehen.
Wenn die Hochbegabung eines Kindes aber entdeckt und gefördert wird, können aus den kleinen, nicht zu bändigen und anstrengenden Wesen wunderbare glückliche junge Menschen werden, die ihr Umfeld mit ihrem Intellekt, ihrer wachen Beobachtungsgabe und ihrem hohen Auffassungsvermögen unglaublich bereichern und die Spaß daran haben werden, ihr Potential voll auszuschöpfen.
Damit dies auch in Ihrer Familie gelingt, wurde 1978 die Deutsche Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. (DGhk) gegründet, die sich in 14 Regionalvereine aufteilt.
Erfahren Sie hier mehr: https://dghk.de/
