Das lange DGhK-Familienwochenende 2019

Am Himmelfahrtswochenende fand mit freundlicher Unterstützung der Wilhelm und Maria Kirmser-Stiftung, Bad Homburg wieder das lange DGhK-Familienwochenende statt. Hier der Bericht von Anna Hanß, einer der beiden Organisatorinnen:

„Wir waren das erste Mal hier und fühlten uns wie ein Teil einer Familie. Und das nach nur knapp vier gemeinsamen Tagen!“ so beschrieb es in der Abschlussrunde am Sonntag ein Teilnehmer. Genauso fühlt es sich jedes Jahr für uns an. Wir kommen in Ernsthofen an und nach kürzester Zeit sind wir eine Gemeinschaft, auch wenn viele Teilnehmer sich nie zuvor gesehen haben. Viele treffen aber auch seit Jahren an diesem Wochenende wie alte Freunde aufeinander. Das DGhK-Familienwochenende steht jedes Jahr fest im Kalender einiger Familien. Ein absolutes Muss. Die Kinder finden sich ohne große Anlaufschwierigkeiten, die Eltern spüren schnell „denen geht es ja genauso wie uns.“ Endlich Verständnis unter Gleichgesinnten. Endlich keine langen Erklärungen mehr, was die Hochbegabung mit dem Kind, dem Familienleben und dem Alltag macht. Immer wieder hört man „Ja, das ist/war bei uns genauso.“

Die Kinder waren so entspannt und ausgelassen, wieselten und das Dank dem vierköpfigen Betreuerteam, das auch dieses Jahr wieder voller Tatendrang und Kreativität ein abwechslungsreiches und spaßiges Programm für die Kinder erarbeitet hatte. Es wurde sich sportlich ausgetobt, Pinnwände gewerkelt, Untersetzer geformt, Seifen hergestellt und Wasserbomben gebaut und in einer großen Schlacht mit den Eltern getestet.

Am Himmelfahrtswochenende hatte die DGhK Hessen ihre Kapazitäten mit 61 Teilnehmenden voll ausgeschöpft. Das Wetter meinte es mehr als gut mit der Gruppe. Das Alter der 33 Kinder war mit einer Spanne von 3 bis 14 Jahren recht heterogen – was man allerdings nicht merken konnte. Die Großen kümmerten sich wie selbstverständlich um die Kleinen, niemand wurde ausgeschlossen. Das „unsichtbare Band zwischen den Kindern“, wie es ein Teilnehmer in der Feedbackrunde treffend nannte, war auch dieses Jahr wieder ein Thema und deutlich zu spüren. Auch die Eltern konnten die Verbindung spüren und für viele persönliche Gespräche und gegenseitige Tipps und Hilfestellungen nutzen. In den vielen direkten Gesprächen und Gruppendiskussionen am Vormittag waren Punkte wie Schule, Pubertät, Akzeptanz und Vorurteile gegenüber der Hochbegabung ein Thema. Am Freitag- und Samstagvormittag beleuchteten zwei ReferentInnen verschiedene Punkte in Workshops und sehr engagierten Plädoyers. Beim abendlichen Lagerfeuer konnten die begonnenen Gespräche dann unter musikalischer Begleitung einer Teilnehmerin vertieft werden.

Am Freitagnachmittag ging es gemeinsam auf die Burg Frankenstein, denn auch für einen Familienausflug sollte das Wochenende dienen. Endlich mal wieder in Ruhe Zeit miteinander verbringen. Ganz ohne Alltagssorgen und –stress.

Anna Hanß

Das komplette Organisationsteam mit Betreuerinnen (außen) und Jugendbetreuer*innen (innen)

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