Virtuelles Berater*Innen-Seminar

Termin: 19.02.2022

Organisation: Martina Müller-Hinz

Für: Aktive

Ort: Zoom-Video-Konferenz

Zeit: 14 Uhr bis ca. 17 Uhr

Anmeldung:

Per Mail an hinz@dghk-hessen.de

Achtung: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Bitte stellen Sie sich vor der Konferenz genügend Wasser oder ein Heißgetränk sowie eine Kleinigkeit zum Knabbern bereit.

Virtuelles Berater*innen-Seminar

Thematischer Mittelpunkt ist die Frage, wie Kinder und Jugendliche nach der erschöpfenden Corona-Phase kognitiv und in ihrer Persönlichkeitsentwicklung am besten gefördert werden können. Dabei sollte es nicht nur um Zielbegründung gehen, sondern um Skizzierung einiger theoretischer Zusammenhänge, um die Ziele auch vertreten und Wege zu ihrer Erreichung begründen zu können.

Für alle Überlegungen gilt dabei, dass sie auf ein breites Intelligenzspektrum verallgemeinert werden sollten; die fördernde Wirkung weist nicht einen „qualitativen Sprung“ um IQ 130 und höher auf, manche werden aber mit zunehmender IQ-Höhe dringender.

Für die kognitive Förderung durch Unterricht werden Argumente ausgeführt, die in scharfem Gegensatz zu der Förderpolitik der Schulaufsichtsbehörden stehen. Die vom Alltagsverstand nahegelegte Plausi-bilität dafür, dass Versäumtes in Zusatzunterricht nachgeholt, also Nachhilfe erteilt werden müsse, führt in die falsche, für Hochbegabte sogar riskante Richtung der Stoffhuberei. Kurz zusammengefasst müssen die Kinder nicht mit Wissen aufgefüllt, sondern zum Denken wieder aufgeweckt werden.

Für die Persönlichkeitsentwicklung hat die kognitive Förderung eine zentrale Funktion. Die Frage „Was darf und muss ich mir zutrauen?“, also die nach Handlungsmacht und Selbstwirksamkeit, kann nicht geklärt werden ohne ein Handlungsfeld, in dem die Kinder das erproben und nachweisen können. Die Fokussierung der meisten Corona-Notversorgungen auf Lernen statt Denken hat das aber weiter eingeschränkt. Hier sehen wir für Hochbegabte eine besondere Dringlichkeit. Augenfällig und politisch auch klar vertreten ist die Forderung nach sozialer Integration, der wichtigste Grund dafür, dass trotz riskanter Inzidenzen die Schulen nicht wieder geschlossen werden sollten.

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